Am Abend mancher Tage … Wie geht es weiter, wenn ich aus der Tagespflege nach Hause komme?
Das Grunaer PflegeCafé öffnet seine Türen für Menschen mit Unterstützungsbedarf, ihre Angehörigen sowie Nachbarinnen und Nachbarn
Wann? Wo?
Mo., 09. September, 17:30 Uhr:Gemeindesaal der Thomaskirche, Bodenbacher Str.
Das Bemühen um Verbesserung der Lebensumstände Pflegebedürftiger, betagter und einsamer Nachbarn hat verschiedene Träger der Wohlfahrtsarbeit und Akteure aus Kirchgemeinden und der Nachbarschaftsselbsthilfe in Gruna zusammengeführt. In den PflegeCafés besprechen wir deren Alltagsfragen – diesmal steht das von vielen geschätzte Angebot der Tagespflegen im Mittelpunkt. Ausgehend von Erlebnisberichten geht es um die „Anschlussfähigkeit“ der Tagespflege und von Hilfen durch Pflegedienste für Unterstützungsbedürftige, ihre Angehörigen und Nachbarn. Was passiert in den Zeiten, wenn die Tagespflege schließt und der Pflegedienst die Wohnung verlassen hat? Damit endet ja der Tag nicht für die Betroffenen und so interessiert uns, wie sie ihren Alltag nachmittags und an Wochenenden gestalten, wer sie dabei unterstützt und was eventuell fehlt. Es geht also um abgestimmte Hilfen von Wohlfahrtseinrichtungen, Angehörigen und einer sich als Sorgende Gemeinschaft organisierenden Nachbarschaft, wobei die Fähigkeiten und Bedürfnisse der Hilfesuchenden den Dreh- und Angelpunkt aller Bemühungen bilden.Damit suchen wir auch im 4. Grunaer PflegeCafé nach Möglichkeiten und Erfahrungen bei Abbau und Vermeiden von Vereinsamung und sprechen Gäste der Tagespflege als unsere Nachbarn a
Am Mittwoch eröffnet Gerhard Groh seine Ausstellung „Vogelwelten“ im Bürgertreff Grunaer Aue mit musikalischer Begleitung von Tara Müller am Klavier. Am Mittwoch, 4. September 2024, werden wir zur Vernissage um 18 Uhr die Kunst und Musik im Bürgertreff „Grunaer Aue“, Winterbergstr. 31 c gemeinsam genießen können.
Rückblick zum Filmabend am 29.08. im Akazienhof, Gruna
Am 29. August 2023 fand unterm Gartenpavillon im Akazienhof ein inspirierender Filmabend statt, der die Zukunft unserer Städte in den Mittelpunkt stellte. Gezeigt wurde der eindrucksvolle Film „Green City Life“, in dem die beiden jungen Filmemacher:innen Manon und François auf eine eindringliche Reise gehen, um herauszufinden, wie wir gemeinsam nachhaltige und lebenswerte Städte gestalten können.
In Anbetracht der Herausforderungen, die mit einer wachsenden Weltbevölkerung, dem Klimawandel und der Zerstörung von Ökosystemen verbunden sind, regten sie das Publikum dazu an, über bestehende urbane Strukturen nachzudenken und diese zu hinterfragen und neue Perspektiven zu eröffnen. Die anschließende Diskussion bot eine hervorragende Gelegenheit, sich direkt mit Menschen aus verschiedenen Stadtteilen auszutauschen. In lockerer Atmosphäre wurden Themen wie Kompostieren, Stadtbegrünung, Stadtentwicklung und das Engagement im Stadtteil wie praktische Nachbarschafthilfe lebhaft erörtert. Die Teilnehmenden brachten viele Ideen und Beispiele ein, die zeigten, wie schon heute wertvolle Impulse für ein Zusammenleben im Quartiert gesetzt werden können. Norbert Rost moderierte die Diskussion einfühlsam und kompetent. Als ehemaliger Leiter des Zukunftsstadt-Prozesses von 2015 bis 2018 brachte er viel Erfahrung in die Runde. Seine Software „Digitale Projektfabrik“ steht für mehr Bürgerbeteiligung und bietet innovative Ansätze, um die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Institutionen und der Bürgerschaft zu fördern.
Der Film und die anschließenden Gespräche lieferten uns wertvolle Impulse, um Lösungen zu entwickeln, die über klassische Grenzen von Institutionen hinweg gehen. Der Abend hat gezeigt wie wichtig die Orte für die Gemeinschaft im Stadtteilen sind um gemeinsam aktiv werden können.
Wir danken allen Teilnehmenden, die mit ihrer Begeisterung und ihren Erfahrungen dazu beigetragen haben, diesen Abend zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen. Lassen Sie uns gemeinsam an der Vision einer grüneren und lebenswerteren Stadt arbeiten!
Im „Zukunftskino“ werden inspirierende Filme und Kurzfilme gezeigt in Kooperation mit Dresdner Gemeinschaftsgärten – sommerlich, gesellig und zukunftsfähig. Wir laden dich ein, in die Themen der Gemeinschaft, Urban Gardening, Stadtmitgestaltung, Demokratie und Partizipation einzutauchen und dich im Anschluss daran in Filmgesprächen darüber auszutauschen. Und das in genussvoller Gartenatmosphäre!
Am Freitagabend den 23.08. wurde leckerer Honig von lokalen Imkern verkostet und anschließend konnte in guter Gesellschaft ein Film zum Leben und Bedeutung der Honigbienen genossen werden. Der Abend bot allen Anwesenden die Möglichkeit, mehr über die entscheidende Rolle der Honigbienen in unserem Ökosystem zu erfahren. Die Kombination aus kulinarischem Erlebnis und lehrreicher Unterhaltung machte den Filmabend zu einem schönen Erlebnis.
Auch im August und September werden wir uns mit den verschütteten Geschichten der ehemaligen Kindergartenkinder und Mitarbeiterinnen auseinandersetzen. Neben den schönen Seiten der Kindergartenzeit, wie den Zuckertütenfesten, soll auch an die alltaglichen Kämpfe zum Erhalt der Einrichtung bis 1996 erinnert werden.
Die nächsten Treffen zur Vorbereitung der Fotoausstellung über den ehemaligen Kindergarten finden am Montag 05.08. und Dienstag 10.09. jeweils 17:30-19 Uhr statt.
Unter dem Motto „Wie wir im Kindergarten spielten, lebten, arbeiteten …“ zu einer Gesprächsrunde in den Akazienhof ein, um uns über die geplante Fotoausstellung auszutauschen. Im Akazienhof war von 1954 bis 1996 ein Kindergarten beheimatet. Diese Kindergartenzeit und die Erinnerungen daran möchten wir in Form einer Fotoausstellung festhalten.
Für die Ausstellung suchen wir nach Fotos, Zeichnungen, Dokumente und Zeitzeugen aus der Kindergartenzeit, die von Früher erzählen. Wir bitten daher alle, die solches Material bzw. Geschichten und Erinnerungen haben, uns diese zu übermitteln. Wir freuen uns auf reges Interesse und Teilnahme.
Zum Tag der Nachbarn war zu erahnen, wie Demokratie gelebt werden kann, als VertreterInnen aus sowie KandidatInnen für Stadtbezirksbeirat und Stadtrat mit Engagierten und NachbarInnen aus Gruna beim Demokratie-Picknick im Garten der Villa Akazienhof zusammentrafen. Nach einer kurzen Vorstellung und Begrüßung durch die ModeratorInnen folgte ein Impulsvortrag von Irma Castillo aus dem Amt für Stadtstrategie, Internationales und Bürgerschaft. Augenzwinkernd mahnte sie auch einen kultivierten Umgang mit Sprache an – anstatt KNZ sprächen manche lieber von KuNZ und schon mache das Sprechen dazu mehr Lust auf Weiteres. Im Verantwortungsdreieck von Bewohnerschaft, Politik und Verwaltung konnte lockerer nach einer „Ermöglichenden Stadtverwaltung“ gefahndet werden.
Wir danken allen für die angenehme und anregende Atmosphäre, für die vielen konstruktiven Gespräche und natürlich auch für die leckeren kulinarischen Beiträge.
Schon jetzt laden wir dazu ein, den Faden wieder aufzunehmen und die Expertise engagierter Bürgerinnen und Bürger in den politischen Alltag einzubringen. Wir geben unsere Stimme nicht ab, sondern reden und mischen weiter mit!
Wie geht es weiter? Die vorliegende Dokumentation wird den künftigen Entscheidungsträgern, der Öffentlichkeit und der Verwaltung zur Kenntnis gegeben, um uns auch nach der Wahl daran zu erinnern. Wir hoffen, auf diese Art begonnene Dialoge und eine allseits verbindliche Bewohnerbeteiligung zu verstetigen und damit die politische Kultur in den Nachbarschaften und Stadtteilen zu fördern.
Weitere Informationen finden sich in der Dokumentation
Donnerstags 18-19 Uhr wird der afro-lateinamerikanische Tanzkurs Cumanana angeboten und seit neuestem könnt ihr freitags, ebenfalls 18-19 Uhr, die lebhaften, dynamischen Bewegungen des süditalienischen Heilungs- und Widerstandstanz “Pizzica” kennenlernen.
Kommt vorbei und lasst euch von den Klängen Lateinamerikas und Italiens mitreißen!
„Bei uns muss niemand wegen des hohen Alters allein bleiben – Anspruch und Wirklichkeit in Gruna“
Wenn Eigentum verpflichtet, so gilt das sicher auch für Wohnungsunternehmen gegenüber ihren Mietern. Dem stimmen viele ebenso zu wie der Aussage, dass diese keine Sozialunternehmen sind, sondern Wohnraum vermieten und erhalten. Wie aber sieht es mit der Verantwortung aus, wenn es um hochbetagte, alleinlebende Mieter geht? Diese Frage stellte der Koordinierungsverbund Nachbarschaftshilfe „Nachbarn helfen Nachbarn in Gruna“ beim 3. Grunaer PflegeCafé in den Mittelpunkt.
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Neben 10 Nachbarn brachten auch die verantwortlichen Sozialarbeiter bei der Wohnungsgenossenschaft Johannstadt (WGJ) und der Wohnungsgenossenschaft Aufbau (WGA), ihre Praxiserfahrungen in die Runde ein.
Das Bemühen um Verbesserung der Lebensumstände Pflegebedürftiger, betagter und einsamer Nachbarn hat verschiedene Träger der Wohlfahrtsarbeit und Akteure aus Kirchgemeinden und der Nachbarschaftsselbsthilfe in und um Gruna zusammengeführt. In den PflegeCafés besprechen wir gemeinsam mit ihnen und ihren Angehörigen deren Alltagssorgen. Bei Einsamkeit im Alter potenzieren sich die Schwierigkeiten – und das Umfeld schaut meist weg. In Städten wie Erfurt haben Wohnungsunternehmen dieses Problem erkannt und kümmern sich verstärkt um alleinlebende und hochbetagte Mieter. So scheinen sich seit kurzem Einsamkeitslotsen als Mix aus Hausmeister und Sozialfürsorger zu bewähren. Sie nehmen sich regelmäßig Zeit für diese Mietergruppe. Offenbar „rechnet“ sich das sowohl sozial als auch betriebswirtschaftlich für alle Beteiligten und korrespondiert mit den Bemühungen vieler Kommunen, diesen Problemlagen über „Präventive Hausbesuche“ zu begegnen.
Dabei hört man oft von Sozialarbeitern: „In meinem Arbeitsalltag begegne ich immer wieder Mieter*innen, bei denen ich das Gefühl habe, dass diese soziale Kontakte benötigen. In diesen Situationen frage ich genauer nach und berichte von verschiedensten Ansprechpartnern, Veranstaltungen und auch Begegnungsstätten. In den meisten Fällen bedankt man sich für den Hinweis, lehnt aber sämtliche Vorschläge ab, weil sie sich nicht darauf einlassen wollen/können.“ Um aus diesem nur scheinbaren Dilemma herauszukommen, bedarf es verlässlicher Strukturen und teilweise isoliert lebenden Mietern vertrauten Personen. Wer, wenn nicht Wohnungsunternehmen, kann hier einen Beitrag zu mehr Achtsamkeit, Selbsthilfe und nicht zuletzt Konfliktprävention leisten?
Die beiden Gäste und ihre Wohnungsunternehmen tragen zum Abbau und Vermeiden von Vereinsamung und Verwahrlosung betagter Alleinlebender in ihren Wohnungsbeständen bei, indem sie in geduldigen Gesprächen Hilfsmöglichkeiten für Nachfragende vernetzen und Kontakte vermitteln. Angesichts der hohen Wohnungsbestände bei der WGA (17.000)und der WGJ (7.800) stoßen sie verständlicherweise schon quantitativ an Grenzen, vor allem wenn – wie bei der WGJ – bei 60 % Einpersonenhaushalten und bei einem Durchschnittsalter von 62 die demografisch gewachsenen Herausforderungen auf herkömmliche Weise immer weniger bewältigen können. Allen droht so letztlich Überforderung.
Neben den erwähnten Kümmerern und Lotsen verspricht auch das Stärken nachbarschaftlicher Selbsthilfe in Richtung „Sorgender Gemeinschaften“ Abhilfe. So ist die WGJ bei der Bezuschussung
von Hausfesten mit jährlich 10 € je Haushalt und mit Hofgesprächen offenbar auf einem guten Weg.
Die Schlussfolgerung: Bei allen Vermietern sollte man noch stärker über die Unterstützung weiterer Formen nachbarschaftlicher Selbsthilfe inkl. Begleit- und Besuchsdiensten genauso nachdenken wie über die genannten Einsamkeitslotsen. Und da die Vonovia in Gruna über nicht unerhebliche Wohnungsbestände verfügt, kommen deren Gebietsverantwortliche vielleicht zum nächsten PflegeCafé im September, um ihrem Teil der Verantwortung als Vermieter einzubringen.
Kontakt: Nachbarschaftskreis Gruna Ein Projekt von Sigus e.V. und dem Stadtteilverein „In Gruna leben“ e.V. Schrammsteinstraße 8, 01309 Dresden Fon: 0351 2632138 Mail: nachbarschaftshilfe@dresden-gruna.de Mitgestalter des Stadtteilvereins „In Gruna Leben“ e.V. (IGL – www.dresden-gruna.de) mit dem Bürgertreff „Grunaer Aue“, Winterbergstr. 31c, 01277 Dresden.