Revitalisierung Altgruna

Aus dem Ideenwettbewerb und Bürgervotum 2017 heraus entstand nicht nur die IGL selbst, sondern damit auch das Bestreben, den städtebaulichen Planungsprozess für Bürger*innen transparenter und gerechter zu gestalten.

In diesem Sinne arbeiten wir kontinuierlich mit Stadt, Politik und Wirtschaft zusammen, um Bürger*innen und Vereinen in Gruna eine Stimme zu geben.

Wenn Du Fragen, Ideen oder Anregungen zur Revitalisierung Grunas hast, oder dich bei uns in diesem Themenbereich engagieren willst, dann schick uns eine Nachricht über das Kontaktformular oder schreib eine Mail an ste@dresden-gruna.de.


Die aktuellen Ereignisse sind fortan hier chronologisch dargestellt:

20.01.2020: Pressemitteilung des Stadtplanungsamtes zum Workshop „Wie gestalten wir eine Bürgerbeteiligung für die künftigen Planungen zur Revitalisierung von Altgruna?“

Am 20. Januar 2020 fand in den Räumlichkeiten des Familienzentrums Pauline in der Papstdorfer Straße 41 ein ganztägiger Workshop zur Fragestellung „Wie gestalten wir eine Bürgerbeteiligung für die künftigen Planungen zur Revitalisierung von Altgruna?“ statt. Dazu eingeladen hatte das Stadtplanungsamt Dresden gemeinsam mit der Bürgerinitiative „In Gruna leben“. Der Kreis der Teilnehmenden bestand aus 25 Personen und setzte sich zusammen aus Vertreter*innen von im Stadtteil vertretenen Vereinen und sozialen Einrichtungen, Kirchgemeinden, Eigentümer*innen, dem Stadtbezirksamt Blasewitz/Loschwitz, dem Planungsbüro Lohaus & Carl und Fachämtern der Landeshauptstadt Dresden. Moderiert wurde der Workshop durch das Büro Lots* Gesellschaft für verändernde Kommunikation mbH. Basierend auf den bisherigen Ergebnissen des Gutachterwettbewerbes aus dem Jahr 2017, der das Ziel der Revitalisierung und der verbesserten Einbindung des Stadtteils Altgruna in den städtischen Gesamtkontext verfolgt, ist für dieses Jahr ein intensiver Bürgerbeteiligungsprozess geplant. In diesem sollen Vertreter*innen des Stadtteils (direkt Betroffene, Anwohner*innen, Gewerbetreibende etc.), wichtige Vereine und Vertreter*innen der Fachämter die Ergebnisse des Gutachterwettbewerbes zu einem Masterplan für Altgruna weiterentwickeln. Der Workshop am 20. Januar 2020 bildete den Auftakt für dieses Vorhaben. Die Teilnehmenden erarbeiteten gemeinsam Grundlagen für die Zielstellung, Rahmenbedingungen und Ablauf der künftigen geplanten Bürgerbeteiligung. Darüber hinaus verschafften sie sich einen ersten Überblick über wichtige Zielgruppen und Möglichkeiten der Kommunikation, damit künftig möglichst viele Bürgerinnen und Bürger erreicht und am Prozess beteiligt werden können. Im nächsten Schritt wird auf Grundlage der Ergebnisse des Auftaktworkshops und in enger Abstimmung mit dem Stadtplanungsamt und den Workshop-Teilnehmenden ein Beteiligungskonzept entwickelt. An dieser Stelle werden im Rahmen der kommenden Arbeitsschritte weitere Informationen zum künftigen Beteiligungsprozess vorgestellt.

18.11.2019: Treffen im Stadtplanungsamt

Vertreter der IGL Arbeitsgruppe „Stadtteilentwicklung“ waren heute zu Gast im Stadtplanungsamt. Unter der Moderation eines Kommunikationsbüros haben wir gegenseitig Ziele und Wünsche für den anstehenden Beteiligungsprozess formuliert. Dem Treffen in angenehmer Atmosphäre wird ein weiteres im Januar folgen, bei welchem die Akteure im Stadtteil Art und Umfang des Bürgerbeteiligungsprozesses festlegen werden.

27.9.2019: neuerliches Bewohnerforum brachte uns alle einen Schritt voran

Beim Bewohnerforum „Altgruna revitalisieren – Wir reden mit“ im Rahmen der Nachbarschaftstage 2019 stand neben der Abfrage des aktuellen Bearbeitungsstandes in der Stadtverwaltung auch die Gestaltung von Bürgerbeteiligung an den Planungsprozessen für unseren Stadtteil im Mittelpunkt. Frau Osiander von der Bürgerinitiative „Hufewiesen Trachau“ stellte Ihre Erfahrungen zu den Beziehungen zwischen Stadtverwaltung mit Fach- und Stadtbezirksamt und engagierten Nachbarn der Teilnehmerrunde vor. Frau Steinhof vom Stadtplanungsamt legte dar, dass es keinen neuen Planungsstand gegenüber dem Bewohnerforum vom August 2018 gibt. Allerdings wurden in der Zwischenzeit Angebote von Kommunikationsbüros eingeholt, die eine Bürgerbeteiligung des Planungsprozesses begleiten sollen. Ausgangspunkt der „Revitalisierung von Altgruna“ war ja zunächst, dass die Vonovia als Eigentümerin des Madix-Geländes Interesse bekundet hatte, dieses Grundstück zu bebauen. Da kein Bebauungsplan für dieses Gebiet vorlag, führte die Stadtverwaltung 2016/17 mit mehreren Stadtplanungsbüros einen Wettbewerb durch, wie eine Um- und Neugestaltung eines größeren Gebietes, also Madix-Geländes und Altgruna, aussehen könnte. Eine Bürgerbeteiligung war damals erst für einen späteren Zeitpunkt vorgesehen. In den vergangenen Jahren hat sich aber auch im Stadtplanungsamt die Meinung zur Beteiligung von Bürgern an Planungsprozessen geändert. Mit Unterstützung eines noch zu beauftragenden Kommunikationsbüros soll 2020 mit einem Beteiligungsprozess begonnen werden. Zunächst muss noch festgelegt werden, an welchem Punkt die Beteiligten – BewohnerInnen, EigentümerInnen, Planungsfachleute – „abzuholen“ sind, ob also die bisherige Planung wieder „auf null“ gesetzt werden soll. Erst danach kann mit den konkreten Planungen – nun unter Einbeziehung aller Beteiligten – begonnen bzw. fortgefahren werden. Bis zum Vorliegen konkreter Bebauungspläne muss man dann erfahrungsgemäß mit weiteren zwei bis drei Jahren rechnen.  Dieser Bebauungsplan bildet dann die Grundlage für eine konkrete Gebäudeplanung. Damit hat sich in und für Gruna doch etwas entwickelt, indem zwei Prozesse ineinandergreifen und sich gegenseitig stärken: Der Wandel im Herangehen seitens der Stadtverwaltung, besonders des Stadtplanungsamtes, auf der einen und das gleichzeitige „Einmischen“ der BewohnerInnen und deren Selbstorganisation inkl. BewohnerVotum auf der anderen Seite! Wenn Bürger Vertrauen  in Beteiligungsverfahren und Handeln der Verwaltung aufbringen sollen, müssen Verwaltung und Politik umgekehrt auch den BewohnerInnen etwas zutrauen und sie verbindlich einbeziehen. Nur so kommen wir zu tragfähigen Ergebnissen, die allen nutzen. Das entspricht auch den von Frau Osiander vorgestellten Erfahrungen der Bürgerinitiative „Hufewiesen Trachau“: Ausschlaggebend für das Gelingen von Bürgerbeteiligung seien das Verknüpfen von Betroffenen- und Sachkompetenz ebenso wie das Wahrnehmen und Eingehen auf verschiedene Interessenlagen in einem Beteiligungsprozess (Bewohner, Investor, Verwaltung, Kommunalpolitik, anerkannte Bezugspersonen in Nachbarschaften). Und hier hatten die zwei Dutzend Gekommene dann doch das Gefühl, dass wir gegenüber dem Forum von 2018 einen wichtigen Schritt voran gekommen sind – und das ist gut so!

2018: Bewohnerforum zu den Nachbarschaftstagen

Hier gibt es den Vortrag „Revitalisierung“ auf dem BewohnerForum zu den Nachbarschaftstagen 2018 als PDF Und nach dem Vortrag entstand dieser Impuls zum BewohnerForum

2017: Ideenwettbewerb und Bürgervotum

Nach dem städtebaulichen Ideenwettbewerb 2017 verfolgen wir den Planungsprozess und vermitteln zwischen Bürgerinteressen, städtischen und privatwirtschaftlichen Belangen. Ein Bürgervotum (PDF-Download hier) wurde im November 2017 von vielen Anwohnern unterzeichnet und dem Stadtplanungsamt übergeben.